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Met

Met - Der Honigwein


7,80 € * 0.75 Liter | 10,40 €/Liter


Der Met gehört zum Mittelalter wie das Schwert zum Ritter. Undenkbar die typischen Saufgelage am Abend ohne den berauschenden Honigwein.
Aus einer spontanen Gärung entstand dieser beliebte und verehrte Göttertrunk. Denn mit seinem Genuss verband man in frühen Zeiten auch gleichzeitig die Opfergabe an die Götter.


Honig war schon als Konservierungsmittel bekannt, jedoch gänzlich unbekannt war, dass das Honigwasser bei guten Rahmenbedingungen in eine spontane Gärung fiel. Durch den Gärungsprozess entsteht Alkohol und an dessen berauschender Eigenschaft fanden die Leute schnell gefallen. Durch die berauschende Wirkung wurde der süße und trübe Trunk als Geschenk der Götter angesehen. Und mit dessen Genuss wurde den Göttern gehuldigt. Das liebliche Gesöff wurde schnell zur Opfergabe und fand bei Arm und Reich gleichermaßen Anklang.


Schnell wurde der Met nicht nur bei offiziellen Feiern und Zeremonien wurde reichlich Wein getrunken. Immer mehr zog der Met als Alltagsgetränk Einzug in das mittelalterliche Leben. Noch heute wird der Met in der Mittelalterszene, neben Bier, als traditionelles Getränk angesehen und hoch geschätzt.
Mit der Zeit wurde der Honigwein „veredelt“. Die Zugabe von Kirschsaft färbt ihn blutrot und ist gemeinhin auch als Wikingerblut bekannt. Auch Gewürze können beigemischt werden und verleihen mit ihren scharfen, würzigen Aromen dem Met eine besondere Note. Die Gewürze wurden früher einfach in einem Leinensäckchen ins Gärfass gehangen und mit viel Geschick der richtige Zeitpunkt abgepasst, diesen wieder zu entfernen. Die Kunst des Gärens wurde im Laufe der Jahre verfeinert, und so konnte trockener und auch herber Honigwein hergestellt werden.


Traditionell getrunken wird der Met aus Tierhörnern. Die sogenannten Trinkhörner stammten meist vom Auerochsen und wurden gereinigt, ausgehöhlt, geschliffen und poliert. Um die Saufgelage möglichst bequem zu überstehen und immer genug Vorrat an dem alkoholischen Göttertrank in seiner Nähe zu haben, wurden Trinkhornständer und Trinkhorntaschen angefertigt. Natürlich schmeckt dieser Honigwein auch aus Tonbechern oder Holzhumpen.


Auch als Heilmittel wurde der beliebte Wein schnell bekannt. Obwohl es wohl eher der berauschende Zustand danach war, so wurden ihm belebende Eigenschaft und gar heilende Kräfte bei Verstopfungen, Husten oder Geschwüren nachgesagt. Vielleicht lag es aber auch nur an der Kombination aus schläfrig machendem Alkohol und der desinfizierenden Wirkung von Honig.


Nach und nach verlor der Met jedoch an Bedeutung. Zuerst wollte sich der Adel vom übrigen Volk abheben und griff auf den hochwertigeren Wein zurück. Später kam die Bierproduktion, die leichter und billiger war als bei der Metherstellung, zu den Menschen und fand dort mehr Beachtung. Aber auch die klimatischen Veränderungen im Laufe der Zeit sorgten dafür, dass weniger wilde Bienenvölker lebten und dadurch weniger Pollen zur Verfügung standen.