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Stulpenstiefel

Die Form der Stulpenstiefel stammt aus dem Mittelalter und ist auch die Bezeichnung für Stiefel mit einem umgekrempelten Rand.


Der Stulpenstiefel im Mittelalter und Renaissance


Die Form der Stulpenstiefel stammt aus dem Mittelalter und ist auch die Bezeichnung für Stiefel mit einem umgekrempelten Rand.

Ein Stulpenstiefel ist ein bis die Wade bedeckendes Schuhwerk mit breiten Umschlägen, den Stulpen. Diese im 16. und 17. Jahrhundert getragene Stiefelform entwickelte sich aus den langen (Ledersen) genannten Stiefeln der Landsknechtstracht des 16. Jahrhunderts. Diese wurden am Gürtel befestigt und auch heruntergeklappt als Stulpen getragen. Weniger bekannt dahin gehend ist der Name Becherstiefel.

Als Fußbekleidung trugen schon die Landsknechte Schuhe mit Stulpen ( die Ledersen), das waren meist knöchelhohe Schuhe aus einem weichen Material und hohe Lederstiefel in Verbindung mit der Hose. Die Ledersen waren die Vorläufer der hohen Stiefel. Sie wurden entweder mit einer Lasche oben am Leibgurt befestigt oder in einem breiten Umschlag zu einer Stulpe umgeklappt. Die Ledersen waren sowohl bei den Bauern als auch bei den Landsknechten im 15. und 16. Jahrhundert gebräuchlich.

Da sich viele Bauern als Söldner verdingten, führten sie vermutlich die Ledersen bei den Söldnern ein. Auf Landsknechts Gemälden oder Schnitzereien, findet man sie in verschiedenen Formen und ausgeprägten Höhen.

In der ersten Zeit des Dreißigjährigen Krieges war die Becherform bestimmend. Bis zur Mitte des Jahrhunderts wurden die Stiefel jedoch immer niedriger und nahmen eher schlankere Formen an.


Diese Schuhform taucht auch bei den zeitgenössischen Holzschnitten und Malkunst auf.

Französische Kavaliere mit Stulpenstiefel


Mit den Stulpenstiefeln erhalten Sie immer eine besonders authentische Mittelalterliches aussehen.

Die sehr bequeme Trageweise lässt diesen Schuh zur unausweichlichen Grundausstattung eurer mittelalter Gewandung werden.